„Tea or Electricity“ – Die Unaufhaltsamkeit der Moderne

Das Gute am Kranksein war ja früher der pausenlose Fernsehkonsum.
Heutzutage kann einem das sicherlich nicht mehr hinter dem Ofen hervorholen,
schließlich hat man die meisten guten (amerikanischen) Serien, die hier dann anscheinend pausenlos im
Vormittagsprogramm laufen, schon längst (im englischen Original) gesehen. Dennoch
durfte ich – eben dank Erkrankung – Bewunderer der Dokumentation „Tea or Electricity“ werden, die am Mittwochabend auf ARTE lief. Noch knapp eine Woche ist
sie nun in der Mediathek verfügbar – und sollte dort unbedingt auch angesehen werden!

„Tea or Electricity“ erzählt auf eindruckende Art und Weise wie in dem abgelegenen Dorf Ifri in Marokkos Hohen Atlas die Dorfbewohner, die eigentlich eine Straße benötigen und wollen, Zugang zur Elektrizität erhalten. Wie verändert sich die traditionelle Kultur der 300 Bewohner, die nun Zugang zum Massenmedium Fernsehen besitzen? Jérôme le Maire hat die Dorfgemeinschaft knapp drei Jahre mit der Kamera begleitet und somit auch festgehalten wie dieses kleine Dorf – möglicherweise eine letzte Bastion unserer heutigen Welt ohne Elektrizität – nun von der Moderne eingeholt wird.

‚TEA OR ELECTRICITY’ TELLS THE EPIC STORY OF THE IMPLEMENTATION
OF ELECTRICITY IN A TINY ISOLATED VILLAGE ENCLOSED IN THE MIDDLE OF THE
MOROCCAN HIGH ATLAS. OVER MORE THAN THREE YEARS AND SEASON AFTER SEASON,
THE DIRECTOR PATIENTLY REVEALS THE OUTLINES OF THE NET THAT WILL
INEVITABLY END UP CLOSING ON THE PEOPLE OF IFRI. BEFORE OUR EYES IS
DRAFTED THE IMAGE OF THE MERCILESS MODERNITY THAT THE SMALL VILLAGE WILL
NOW BE CONNECTED TO. – Homepage „Tea or Electricity“

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