„Staff Riding“: Trainsurfing in Südafrika

„Staff riding“, so lautet der südafrikanische Slang-Ausdruck für das in Europa als Trainsurfen bekannte Phänomen. In Südafrika ist dieses aber um einiges populärer. Daher machte sich der Filmemacher Marco Casino auf den Weg nach Kathelong, einem großen Township, um vor Ort mit aktiven Trainsurfern sprechen zu können. Die Mehrheit sind männliche Kinder und Jugendliche unter 25 Jahren. Amputationen oder Tod sind allgegenwärtig. Doch weit über die Betrachtung des Trainsurfens hinaus, schafft Casino eine atmosphärisch dichte Kurzdokumentation, die sich eben auch mit den sozialen Kontexten der südafrikanischen Gesellschaft beschäftigt. Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie Jugendschwangerschaften und HIV-Erkrankungen sind leider immer noch die beherrschenden Themen. In diesem Kontext ist das Trainsurfen eher ein Versuch aus dieser hilflosen Situation zu flüchten. 

(Link via Vimeo Staff Picks)


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